Type and press Enter.

Wundheilung mit PRP

Sind Narben sexy? Da kann man geteilter Meinung sein

Es hatte etwas von „Die Schöne und das Biest“. Sie war die Traumfrau des deutschen Films, er das Enfant Terrible. Romy Schneider stand über Jahre hinweg für zeitlose Schönheit, der Schauspieler und Ex-Bankräuber Burkhard Driest für so ziemlich genau das Gegenteil. Und genau deshalb schrieben sie im Jahr 1974 Fernsehgeschichte. In der Talkshow „Je später der Abend“ entwickelte sich zwischen den beiden ein Live-Flirt, der bis heute seinesgleichen sucht. Besonders irritierend für die Zuschauer: Die Initiative ging nicht etwa von ihm aus. Es war die makellose Schönheit Schneiders, die Driest, dessen Gesicht voller Narben war, tief in die Augen blickte und sagte: „Sie gefallen mir. Sie gefallen mir sogar sehr.“

das Video:

Wie konnte sich eine so perfekte Frau in einen scheinbar so „hässlichen“ Mann vergucken? Ein Skandal war geboren. Wahrscheinlich vor allem auch deshalb, weil dies die Ausnahme von der Regel war. Denn dass Narben „sexy“ sind, das trifft wohl nur in Ausnahmefällen zu. Fragt man Betroffene, dann würde diese gerne auch ohne Narben leben.

Das vorläufige Ende der Wundheilung

Eines vorneweg: Es gibt keine Behandlungsmethode, die Narben – ausgenommen von Schürfwunden – komplett verschwinden lässt. Um das zu verstehen, muss man folgendes wissen: Eine Narbe ist der vorläufige Abschluss einer erfolgreichen Wundheilung. Diese Heilung lässt sich in drei Phasen unterteilen.

Die erste Phase setzt direkt nach der Verletzung ein. Die sogenannte Reinigungsphase kann bis zu drei Tagen andauern. Nach der Blutungsphase und anschließender Blutgerinnung gelangen vermehrt Immunzellen – also weiße Blutkörperchen – in das betroffene Gewebe. Diese bekämpfen in den Körper eingedrungene Bakterien und körperfremde Stoffe wie Schmutzpartikel etc..  Gleichzeitig wird abgestorbenes Gewebe beseitigt. In der anschließenden Granulationsphase werden Gefäße neu gebildet, damit die betroffene Stelle wieder mit Blut versorgt werden kann. Durch diese Versorgung wiederum können sich neue Hautzellen bilden. Es entsteht ein sogenanntes Granulationsgewebe. Schlussendlich bildet sich dann in der Differenzierungsphase Narbengewebe. Die Wunde beginnt, sich zusammenzuziehen, das Granulationsgewebe verliert danach Feuchtigkeit und wird gefäßarmer – gut daran zu erkennen, dass diese immer blasser wird.

Nach der sogenannten Überhäutung ist der körpereigene Wundheilungsprozess abgeschlossen. Auffallend dabei: So perfekt das System Körper auch ist – es ist ihm nicht möglich, einen vollwertigen Hautersatz herzustellen. Der Narbenhaut fehlen Drüsen, Pigmentzellen und Nerven.

„Gutes Heilfleisch“ ist kein Ammenmärchen

Wie gut eine Wunde verheilt und wie sehr die Narbe anschließend zu sehen ist, beziehungsweise wie sehr sie den Betroffenen beeinträchtigt, ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Wundheilung verläuft dabei sehr individuell. Abhängig ist sie unter anderem von der Verletzungsart, der Gewebebelastung im Alltag oder der Gewebeart und Gewebelokalisation. Aber auch die genetische Disposition, die Ethnie oder der Hauttyp spielen eine Rolle. Wenn also die Großmutter von gutem oder schlechtem Heilfleisch gesprochen hat, dann lag darin eine Menge Wahrheit. Es gibt Menschen, die sich in der Kindheit eine Narbe holen, die bis zum hohen Alter zu sehen ist, und solche, bei denen die Wunde schon nach wenigen Wochen kaum noch zu erkennen ist. Unabhängig davon können je nach Wunde und Disposition typische Narbenbeschwerden wie Juckreiz, Spannungsgefühl, Schmerzen sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht auftreten.

Dazu kommt die psychische Belastung. Viele Betroffene fühlen sich durch ihre Narben entstellt oder weniger attraktiv und versuchen deshalb, die betroffene Körperregion zum Beispiel mit Kleidung zu verdecken. Nur zu verständlich, dass diese Menschen sich eine Behandlung wünschen, die die Narbe so gut wie möglich beseitigt und damit sowohl körperliche als auch psychische Probleme lindert.

PRP – viel mehr als eine Alternative

PRP – also plättchenreiches Plasma, das im Wesentlichen auch dem Blutplasma und den Blutplättchen des Patienten besteht – ist in der medizinischen Fachwelt schon seit Jahren ein Begriff. Einer breiten Öffentlichkeit wurde es als „natürliche Alternative“ zu einer Botox-Behandlung gegen Falten unter dem Namen „Vampirlifting“ bekannt. „Natürlich Alternative“ deshalb, weil der Patient oder die Patientin – im Gegensatz zu einer Botox-Behandlung – eben nicht mit einem Nervengift in Berührung kommt. Den Namen „Vampirlifting“ gab der Boulevard der Behandlung, weil dem Patienten oder der Patientin zunächst eigenes Blut abgenommen und, nachdem es aufbereitet wurde, wieder gespritzt wird.

PRP aber nur unter dem Gesichtspunkt „Faltenreduktion“ zu sehen, ist wesentlich zu kurz gesprungen. Denn die Wundheilung ist das Gebiet, aus dem die Behandlung eigentlich kommt. Das Schweizer Unternehmen Regen Lab hat mit seiner patentierten Methode und den damit verbundenen Erfolgen weltweit für Aufsehen gesorgt. Der Ansatz, den Regen Lab mit seiner Produktreihe A-PRP® verfolgt, ist daher genau der, der für eine ideale Wundheilung wichtig ist.

Hilfestellung für natürliche Prozesse – bevor es zum Problem kommt

Ob es nun um Akne-Narben (Link zum Artikel) geht, um Narben nach einer OP oder um sogenannte Kelloidnarben(sobald die Artikel bestehen, können sie hier verlinkt werden). PRP-kann bei jeder Art von Narbe eingesetzt werden. Aber hier geht es vor allem darum, bessere Ergebnisse zu erzielen, wenn die Narbenbildung abgeschlossen und unschön verlaufen ist.  Setzt man PRP schon während der Wundheilung ein, kann es auch dafür sorgen, dass diese wesentlich sanfter und schneller abläuft und so auch das Ergebnis gar nicht erst in einer großen, wulstigen Narbe mündet.

„Platelet Rich Plasma“ – aus dieser englischen Bezeichnung leitet sich die Abkürzung PRP ab – funktioniert ähnlich wie ein Katalysator, ein Booster. Die Behandlung ist nicht darauf ausgelegt, etwas zu verdecken. Es geht vielmehr darum, vorhandene Prozesse, die der Körper nicht leisten kann, natürlich zu unterstützen und wieder anzuregen. Dazu wird den Patienten zunächst Blut entnommen. In einer Zentrifuge wird dieses Blut mit Hilfe eines patentierten Separationsgels in seine Bestandteile aufgetrennt. Am Ende der Prozedur steht Blutplasma, das über eine besonders hohe Anzahl von Thrombozyten – sogenannte „Blutplättchen“ – verfügt. Dieses Blutplasma (Serum enthält nur Wasser und Nährstoffe aber KEINE Zellen. PRP enthält Blutplasma + Zellen, die Thrombozyten Lymphozyten und Monozyten). Wird nun den Patienten mittels einer Injektion in die betroffenen Stellen gespritzt und unterstützt – hier im Falle einer Wunde –den Heilungsprozess.

Eine verbesserte Wundheilung

Wie oben beschrieben wird dem Narbengewebe am Ende der Wundheilungsphase Feuchtigkeit entzogen. Das ist eines der Hauptprobleme. Denn genau dieser Vorgang begünstigt eine Narbenbildung. Durch die Zuführung von A-PRP wird dieser Effekt erheblich vermindert. Das mit Thrombozyten angereicherte Blutplasma sorgt für eine erhöhte Produktion von Kollagen. Und dieses führt der Haut wiederum Feuchtigkeit zu und macht sie elastischer. A-PRP sorgt somit dafür, dass der Heilungsprozess sanfter und schonender abläuft und verhindert so die Bildung von übermäßigem Narbengewebe oder glättet und verbessert das Erscheinungsbild bereits vorhandener Narben.

Eine Erleichterung für alle

Bis heute ist es ein Geheimnis, ob es zwischen Romy Schneider und Burkhard Driest 1974 zu mehr gekommen ist als zu einem Flirt. Im Grunde genommen ist es auch nicht so wichtig. Interessant ist aber, dass eine Studie der Univerity of Liverpool aus dem Jahr 2008 belegt: Frauen fühlen sich von Männern mit Narben weniger abgestoßen als Männer von Frauen mit Narben. Eigentlich eine schöne Nachricht. Denn natürlich sind Narben an sich alles andere als automatisch abstoßend. Eine Narbe von einem Kaiserschnitt steht stellvertretend für das Kind, das man geboren hat. Eine Narbe von einer OP kann für die Patienten auch eine positive Erinnerung daran sein, dass man eine große gesundheitliche Herausforderung gemeistert hat. Gut zu wissen ist aber, dass diejenigen, die das nicht so sehen, Möglichkeiten haben, ihr Problem zu lösen.

Bild:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.