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Retro in der Küche – die Magie der Brühe

Bone Broth nennt man es in Amerika. In Deutschland einfach nur Brühe. In der Schweiz etwas schöner vielleicht Bouillon. Seit Salma Hayek in einem Interview des People-Magazins (https://people.com/movies/salma-hayeks-secret-to-looking-young-revealed/ ) davon sprach, jeden Tag eine Tasse Brühe mit Apfelessig zu trinken, setzte auf der anderen Seite des Teichs eine Renaissance dieses uralten Geheimrezepts aus der Küche ein. Hayek führt darauf auch ihre tolle Ausstrahlung zurück, denn es helfe bei der Restrukturierung von Haut, Haare und Nägel, denn es sei voller Kollagen (so Hayek).

Nichts für Vegetarier

Tatsächlich ist Brühe nicht nur ein bekanntes Hausmittel, wenn die Nase juckt und der Hals krächzt. Die klassische Brühe, die aus stundenlang ausgekochten Knochen nebst Wurzelgemüse gewonnen wird (und nicht aus der Tüte stammt), ist tatsächlich ein kleines Wundermittel. Es steckt voller wertvoller Aminosäuren und Molekülen von hochwertigen Fettsäuren.

Brühe aus ausgekochten Knochen, Fleischresten und Gemüse enthält neben Kollagen vor allem nicht essenzielle Aminosäuren wie Glycin, Prolin, Glutamin und Alanin. Diese kann der Körper zwar selber herstellen (daher auch „nicht essenziell“), aber wenn der Körper mal schwächelt, schadet es nichts, diese zur Unterstützung einzunehmen.

Ohne Knochen geht es nicht

Glycin zum Beispiel reguliert den Blutzuckerspiegel und trägt zur Bildung von Muskelgewebe bei und verstärkt auch die körpereigene Entgiftung. Prolin ist ein wichtiger Baustein des Bindegewebes, ein Mangel führt zum Leistungsabfall und sogar zur Instabilität von Arterienwänden. Prolin ist wichtig für die Gelenk-, Knorpel- und Geweberegeneration. Glutamin stärkt das Immunsystem und verhindert Muskelabbau. Ein Mangel an Alanin kann zu Muskelabbau, Leistungsabfall bis hin zu Stimmungsschwankungen führen.

Selbst gemacht: Die „echte“ Brühe

Sie ist auch noch schnell gemacht. Wir haben es selber ausprobiert: 1 Kilogramm Rinderknochen, 1 Bund Suppengrün (klein geschnitten) und 1 halbierte Zwiebel (mit Schale wegen der Farbe) werden zusammen in einem großen Topf mit Butterschmalz scharf angebraten, 2 Liter Wasser aufgießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens 2 bis 6 Stunden ganz leicht köcheln lassen. Dann Knochen entfernen, durch ein Tuch sieben und dann bei starker Hitze auf dreiviertel einkochen. Fertig.

Die Brühe, ein richtiges Powerfood, wie wir meinen.

Auch für Vegetarier

Selbstverständlich kann man eine schmackhafte Brühe auch ohne diese tierischen Elemente kochen, nur aus Gemüse und Konsorten. Aus den oben beschriebenen Gründen fallen dann aber leider die besonderen Eigenschaften der Brühe weg. Eine gesunde Vitaminmahlzeit ist es aber immer noch.

Sicher gibt es all diese guten Dinge auch auf dem großen Markt der Nahrungsergänzungsmittel. Aber was ist eine weiße Pille schon gegen eine gut duftende Hühnerbrühe, wie Oma sie immer Samstags auf dem Herd hatte?

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