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Keine reine Männersache – Tabuthema Haarausfall

Wie körpereigenes Serum ein uraltes Problem beheben kann

 Im Jahr 2017 führte das Psychologische Institut der University of Pennsylvania bei rund 600 Studentinnen und Studenten eine Online-Umfrage durch. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, Fotos von Männern nach Attraktivität, Dominanz und Selbstvertrauen zu bewerten. Die Bilder zeigten Prominente und nicht Prominente. Sie zeigten Männer mit Haaren und Männer mit Glatzen. Das Ergebnis: In allen drei Kategorien lagen die haarlosen Vertreter des „starken Geschlechts“ vorne. Sprich: Glatzköpfe wirken attraktiver und dominanter als Männer mit Haaren auf dem Kopf. Liest man die Studie nur bis zu diesem Punkt, dann scheinen Haarausfall und die damit einhergehende Glatze kein wirkliches Problem darzustellen. Das scheint aber nur so.

Denn beschäftigt man sich eingehender mit den Ergebnissen, dann wird schnell klar: Alle Vertreter, die auf den Bildern zu sehen waren, waren Männer, die nicht einfach ihre Haare verloren haben. Sie haben sich aktiv dafür entschieden, ohne Haare durchs Leben zu gehen und den Rasierer angesetzt. Und genau das ist auch der Grund, warum sie auf die Teilnehmer der Studie diese Wirkung hatten. Ein Mann, der vom Alter her eigentlich noch keine Glatze haben „dürfte“ und sich dennoch für eine entscheidet, schwimmt gegen den Strom, ist unangepasst und wirkt dadurch selbstbestimmt und attraktiv. Wenn man aber die Haare verliert, ohne dies zu wollen, dann kann das exakt die entgegengesetzte Wirkung haben. Und das gilt vor allem dann, wenn es sich nicht um die Herren der Schöpfung handelt.

 


Die muss doch krank sein

Denn während Männer mit schwindendem Haupthaar gesellschaftlich eine gewisse Akzeptanz erfahren, sieht das bei Frauen ganz anders aus. Haare spielen gerade beim weiblichen Geschlecht eine herausragende Rolle. Man denke nur an Märchen wie Rapunzel oder die Tatsache, dass es im Mittelalter genügt hat, rote Haare zu haben, um als Hexe identifiziert zu werden. Frauen, die sich beim Friseur für einen Kurzhaarschnitt entscheiden, müssen sich heute noch anschließend von ihrem Umfeld fast verhören lassen. Nach dem Motto

„Warum hast Du die denn abgeschnitten? Die waren doch so schön!“

Hat eine Frau kahle Stellen, gehen viele unserer Mitmenschen davon aus, dass sie krank ist. Und eine Frau mit Glatze? Das ist bei sehr vielen fast schon gleichbedeutend mit einer psychologischen Störung.

Im Jahr 1993 untersuchten Psychologen der Old Dominion University, in Norfolk Virginia die Auswirkung von Haarausfall auf die betroffenen Männer und Frauen und kamen zu dem Ergebnis: Beide Geschlechter leiden unter den Symptomen, wobei Frauen den Verlust ihrer Haare als wesentlich schmerzhafter und tiefgreifender empfanden als Männer und auch deren Selbstwahrnehmung sich deutlich negativer entwickelte. Meilenweit entfernt von „attraktiv“ und „selbstbestimmt“. Kein Wunder also, dass Betroffene quasi zu jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet.

 

Von Koffein bis Sojabohnen

Hier alle Mittelchen, Shampoos, Tinkturen und Pülverchen aufzuzählen, die man in diesem Bereich käuflich erwerben kann, würde den Rahmen sprengen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie versprechen nachhaltigen Haarwuchs und mittelfristig wieder gesundes, volles Haar. Das gilt für Koffein-Shampoos ebenso wie für Tinkturen mit Vitamin B-Komplexen oder Mittel aus der Naturheilkunde wie Bockshornklee oder Sojabohnen. Wohlgemerkt – natürlich können sich das Zuführen von Vitaminen und eine gesunde Ernährung positiv auf die Gesamtkonstitution des Körpers auswirken und damit, letztendlich, auch für eine bessere Durchblutung und eine Stärkung der Haarwurzeln sorgen. Ob sie allerdings nachhaltig den Haarausfall verlangsamen und stoppen und ob sie dafür sorgen, dass bereits verlorene Haare wieder nachwachsen – diesen Beweis sind all diese Mittel bisher schuldig geblieben.

 

Ein komplett anderer Ansatz

Statt also im Dunkeln zu stochern und Vermutungen anzustellen, sollte man sich dem Thema Haarausfall von der wissenschaftlichen Seite nähern. Nur wenn man weiß, warum etwas geschieht, kann man dem Auslöser eines Problems wirklich zu Leibe rücken. Bei Alopezie, wie die Mediziner Haarausfall nennen, unterscheidet man prinzipiell drei Arten:

  • Die bekannteste Form ist die androgenetische Alopezie. Sie ist mit 95% die häufigste Form. Wir alle kennen sie bei Männern als „Geheimratsecken“, die immer größer werden und letztendlich in der Vollglatze münden können. Auch Frauen sind im Alter häufiger davon betroffen. Die Haare werden dünner und es bildet sich ein breiter Scheitel auf dem Kopf. Grund für den Haarausfall ist, dass die Haarfollikel – also die Strukturen, die die Haarwurzeln umgeben – mit der Zeit durch männliche Sexualhormone geschwächt werden. Die Haare fallen aus.
  • Auch der diffuse Haarausfall, bei dem sich das gesamte Haupthaar ausdünnt, hat mit den Hormonen zu tun. Veränderungen des Hormonspiegels wie durch die Pubertät, eine Schwangerschaft oder die Menopause können dafür sorgen, dass die Follikel nicht mehr stark genug sind, die Haare zu halten. Auch Umwelteinflüsse oder Krankheiten wie Infektionen oder Diabetes können Auslöser sein.
  • Am wenigsten erforscht ist der kreisrunde Haarausfall, der plötzlich einsetzt und den auch schon junge Menschen haben können. Rund 2% der Bevölkerung ist davon betroffen. Vermutet wird eine immunologische Ursache.

Alle drei Formen haben eines gemeinsam: Die Umgebung der Haarwurzeln wird geschwächt. Sei es durch äußere Einflüsse oder durch körpereigene. Das Gewebe ist nicht mehr stark genug, das Haar und dessen Wurzel zu versorgen und zu halten. Die Haare fallen aus. Will man diesem Effekt entgegenwirken, muss man also genau hier ansetzen. Das Unternehmen regenlab® hat das getan.

 

Die Formel für volleres Haar und nachhaltige Bekämpfung von Haarausfall heißt: A-PRP.

 

Behandlung mit eigenem Blutplasma PRP

Diese Art der Behandlung basiert auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass es möglich ist, die Zellstruktur mithilfe körpereigener Stoffe zu verbessern und zu reparieren. PRP ist englisch und steht für „Platelet Rich Plasma“. Das bedeutet übersetzt nichts anderes als Blutplasma, das mit Blutplättchen – auch bekannt als Thrombozyten – angereichert wurde. Für die Behandlung werden dem Patienten zunächst 10ml Blut abgenommen. Diese werden – ähnlich wie bei einer klassischen Blutsenkung – zentrifugiert. Durch Hinzufügen eines speziell entwickelten Separationsgels wird erreicht, dass sich die Blutbestandteile voneinander trennen. Am Ende der Prozedur kann der Arzt genau das mit Blutplättchen angereicherte Blutplasma entnehmen, das er für die Behandlung benötigt.

PRP an sich wurde nicht speziell gegen Haarausfall entwickelt. Vielmehr handelt es sich um eine Behandlung, die in den verschiedensten medizinischen Gebieten Anwendung findet. Bereits in der 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde nachgewiesen, dass so angereichertes Blutplasma verstärkt Wachstumshormone freisetzt, die dafür sorgen, dass Wunden schneller heilen oder sogar Knochen besser zusammenwachsen. Und genau diesen Effekt macht der Arzt sich bei einer A-PRP-Behandlung, also der Behandlung von Haarausfall zunutze.

 

 

Mehrere Sitzungen – ein nachhaltiger Effekt

Hat der Arzt das Serum gewonnen, wird es dem Patienten direkt in die Kopfhaut injiziert. Genau dort, wo die Problemstellen sind und die Follikel nicht mehr die Kraft haben, das Haar zu halten. Nun findet nichts anderes statt als ein natürlicher Prozess, der durch die Gabe von A-PRP so eine Art „Booster-Effekt“ erfährt. Zellen, die beschädigt sind und deshalb ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können, werden aufgefrischt und repariert. Das Ergebnis ist eine Kopfhaut, die gesünder ist und deshalb auch ihre Funktion wieder erfüllen kann. Eine klinische Studie mehrerer griechischen Universitäten wies nach, dass die Behandlung mit PRP bei den Patienten bereits nach dem dritten Monat eine nachweisbare Haarwachstumsrate auslöste. Das Besondere daran: Diese Behandlungsmethode wirkt nicht nur bei diffusem und androgenen, sondern auch bei dem besonders schwierigen kreisrunden Haarausfall. Hier führte die International Hair Research Foundation in Italien eine Doppelblindstudie durch, die genau aufzeigte, dass sich durch PRP auch bei kreisrundem Haarausfall das Wachstum der Haare signifikant erhöht.

 

Körpereigene Unterstützung – auch nach Transplantation

Klar ist aber: Eine PRP-Behandlung macht aus einem Glatzenträger nicht wieder einen Lockenkopf. PRP stärkt nachgewiesenermaßen das Zellgewebe und sorgt so dafür, dass die Haardichte wieder zunimmt und der Haarausfall minimiert wird. Wer die Entwicklung aber nicht nur aufhalten, sondern rückgängig machen will, für den geht an einer Haartransplantation fast kein Weg vorbei. Die prominentesten deutschen Beispiele hierfür sind sicherlich Fußballtrainer Jürgen Klopp und FDP-Chef Christian Lindner. Beide haben eine Transplantation von Eigenhaar vornehmen lassen, um frühzeitig etwas gegen kahle Stellen zu unternehmen. Aber auch nach einer solchen Behandlung kann PRP unterstützend eingesetzt werden. Denn hier geht es Nachgang darum, dafür zu sorgen, dass das Zellgewebe die Haare möglichst schnell mit Nährstoffen versorgen kann und der Effekt der Transplantation kein Strohfeuer ist.

 

Eine Entscheidung der Seele

Wie bei allen plastischen Eingriffen, gilt auch beim Haarausfall eine Grundregel: Wer sich für eine Behandlung entscheidet, sollte das nicht tun, weil es ihm gesagt wurde oder weil er oder sie gesellschaftlichen Druck spürt. Es geht immer um das eigene Wohlbefinden und nicht darum, was andere von einem halten. Wer mit einer Glatze oder lichtem Haar leben kann, der soll das tun. Wer sogar zum Rasierer greift, um ein Statement zu setzen und sich wohl dabei fühlt, der macht alles richtig. Für wen aber Haarausfall ein seelisches Problem ist, der sollte eine Lösung für genau dieses Problem suchen. Und wenn es dann noch eine Lösung ist, die allein mit körpereigenen Stoffen auskommt und dem Zellwachstum einen ganz natürlichen Schub gibt – umso besser.

INFO

 

Was kostet eine A-PRP-Behandlung?

Die Kosten sind, wie bei allen Behandlungen, höchst unterschiedlich. Je nach Größe des zu behandelnden Areals und je Intensität des Haarausfalls, liegen sie zwischen 350 und 700 € pro Sitzung.

 

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Üblicherweise werden mindestens drei Sitzungen benötigt, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen. Da es sich bei PRP, um ein Produkt handelt, das zu 100% aus dem eigenen Körper stammt, gibt es keine Begrenzung wie viele Behandlungen durchgeführt werden können. Die Sitzungen sollten im Abstand von 3-4 Wochen abgehalten werden.

 

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